Osteuropa

Von Freiburg ueber Tschechien, Slovakai, Polen, die ukrainischen Karpaten, Nordrumaenien wieder in die Ukraine auf die Krim

Tscherkassi, Ukraine, 05.06.2005 – Durch die Zentralukraine

Die drei deutschen Radler haben mir den Floh ins Ohr gesetzt, den Dnjepr sehen zu wollen. Also mache ich einen Abstecher nach Tscherkassi, verpasse dort ein grösseres Motorradtreffen um einen Tag, drehe eine Runde um den Dnjepr („Aha, das isser also.“) und mache mich auf den Weg zur Krim. Anstrengende, eintönige Touren. Die Straßen sind zwar meistens schlaglochfrei, aber dennoch fordern sie die Federung. Verräterische Modifikation einer der Drei Fragen auf dem Weg auf die Krim: „Wie schnell ist sie auf unseren Straßen?“

Uman, Ukraine, 03.06.2005 – Doch korrupt

Unmittelbar nachdem ich am nächsten Tag wieder auf die rote Straße gebogen bin, überholt mich ein Polizeiwagen, beschleunigt und fährt weiter vorn rechts ran. Heraus springt ein junger Polizist, der mit seinem schwarzweiss geringelten Schlagstock auf mich zeigt. Ich bin wohl gemeint. Rechts rangefahren, klopft er mit dem Ding auf meine Alukisten. Die seien in der Ukraine leider verboten, ich müsse „Straf“ zahlen, umgerechnet etwas mehr als einen Euro. Polizisten in der Ukraine dürfen kein Bargeld annehmen. Klarer Fall von Korruption. Ich spiele also auf Zeit und gebe mich betont entspannt. Wir unterhalten uns freundlich (ich verstehe immer weniger) er darf meine Sonnenbrille aufprobieren, die Kamera angucken, aber Geld kriegt er nicht. Unverrichteter Dinge ziehen er und seine Kollegen am Ende wieder ab, während ich meine Sachen zusammensuche, Handschuhe und Helm wieder anziehe.

Ein paar Hundert Meter weiter ziehen sie mich erneut raus. Mir wird triumphierend die Zahl „87“ auf dem Display ihrer Strahlenkanone gezeigt, die ich wohl in der Ortschaft gefahren sein soll. Ich muss zugeben, dass ich nicht immer weiss, ob ich in einer Ortschaft fahre oder nicht. Heute morgen bin ich mir aber sehr sicher, dass die Tachonadel – nicht zuletzt wegen dieser Herren – noch keine 80 gesehen hat. Ausserdem hat das Gerät eine Speicherfunktion, wie sie mir demonstrieren, als sie dem begriffsstutzigem Deutschen pantomimisch versuchen zu erklären, was sie von mir wollen.

20 Euro wollen sie von mir. Die Entgegennahme von Bargeld durch sie ist in den letzten fünf Minuten vermutlich nicht legaler geworden. Und diesmal lassen sie nicht locker. Als die Athmosphäre gespannter wird, gebe ich auf. Ich habe mir vorgenommen, nicht aktiv zu bestechen. Allerdings sitzen diese Jungs am deutlich längeren Hebel und es ist auch nicht meine Aufgabe, den Rechtstaat im Alleingang in der Ukraine durchzusetzen.

Als die ersten fünf Euro den Besitzer wechseln merke ich zu meinem Vergnügen, dass sie ein schlechtes Gewissen haben. Sie weisen mich mit dämpfenden Handbewegungen und Schhhhhhh-Lauten an, das Portemonnaie auf der strassenabgewandten Seite hinter dem Tankrucksack zu verbergen. Das weitere Palaver wird daraufhin von meiner Seite entschieden gestenreicher fortgeführt, natürlich mit Geldbörse über dem Tankrucksack. Kleine Freuden. – Noch weitere fünf Euro und sie lassen mich ziehen. Der Vormittag ist futsch.

Sehr genervt bin ich, als ich eine Stunde später schon wieder rausgezogen werde. Die Kollegen stellen allerdings nur die Drei Fragen, zeigen mir den Weg zum nächsten Cafe und sind überhaupt sehr freundlich. Wie überhaupt das beschriebene Erlebnis stark von den anderen mit ukrainischen Beamten abweicht. Die Bestechungsorgie, die mir prophezeit wurde, fand bisher nicht statt.

Uman, Ukraine, 03.06.2005 – Ukraine die zweite

Wegen der netten Leute im Hostel in der Ukraine bin ich drei statt eine Nacht dort geblieben und erst danach wieder zurück in die Ukraine. Die Grenzbeamten erfreün sich sehr an der Resi und lassen mich nach Beantwortung der drei Standardfragen („Wieviel PS? Höchstgeschwindigkeit? Wie teuer?“) anstandslos und vor allem zeitlich unbegrenzt einreisen.

Nach ein paar Kilometern auf Hauptstraßen (den roten) wird mir langweilig und ich beschliesse, auf den gelben Straßen entlang der moldawischen Grenze nach Odessa zu tingeln. Vorher noch tanken und Geld ziehen. Dummer Weise entdecke ich vor dem Geldautomaten, dass ich eine Kreditkarte verloren habe. Das habe ich zwar einkalkuliert und noch eine zweite dabei, ein Verlust im ersten Monat hätte aber nicht sein müssen. Noch dümmerer Weise denke ich nicht nach und durchsuche in aller Öffentlichkeit vor dem Geldautomaten meine Taschen nach der Karte. Prompt findet sich ein zwielichtiger Typ ein, komplett mit Schieberkappe, der mich vollquasselt und sich so dicht vor die andere Seite des Fahrersitzes stellt, dass ich nicht auf das Mopped aufsteigen kann. Nach einigem Palaver wird es mir zu bunt. Mit weit übertriebenen Gesten schwinge ich mein Bein um fast um 360 Grad, ziehe es mit Schwung über die Gepäckrollen und überlasse ihm die Wahl, ob er mich drauflässt oder einen gewaltigen Tritt von zwei Kilogramm teuer bezahltem amerikanischen Leder bekommen will. Alles freundlich lächelnd, natürlich – er entscheidet sich dafür, mich aufsitzen zu lassen.

Meine Abenteuerlust ist gedämpft, ich bleibe auf den roten Straßen. Meine Verunsicherung lässt sich an der gewaltigen Tagesetappe ablesen. Auf die Art in einer Kleinstadt gelandet, führt mich auf meine Frage nach einem Hotel ein Taxifahrer zum örtlichen „Sanatorium“. Flankiert von zwei Krankenschwestern in Sowietgrün werde ich hinein geführt; der Taxifahrer zwei Schritt hinter uns, die Mütze in der Hand drehend. Wir landen bei einer resoluten Person in weiß, vermutlich einer Ärztin, die zwischen Krankenberichten auf einem Schmierzettel meine Passdaten notiert und umgerechnet etwas mehr als sieben Euro fordert. Ich zahle ohne mit der Wimper zu zucken.

Gerade lade ich auf dem bewachten Parkplatz (hier Stajanka genannt) meine Sachen ab, kommen mit grossem Hallo drei deutsche Radfahrer auf den Park. Dieter, Walther und Jürgen sind im Schnitt älter als meine Eltern, würde ich vermuten, verbreiten eine Stimmung wie auf einer Kohlfahrt und nehmen mir meine Unsicherheit in Bezug auf die Ukraine. Sie sind seit 2000 jedes Jahr auf Fahrradtour. Probleme: Keine. Unterkunft: Immer gefunden. Essen: Immer, und gut! Allerdings lerne ich von ihnen auch, dass ich vermutlich hätte handeln müssen. Von ihnen verlangte die Person in Weiss, ihrerseits ohne mit der Wimper zu zucken, für gleiche Räume knapp 9 Euro.

Chernivtsi, Ukraine, 31.05.2005 – Veränderungen

Auf dem Weg von Tschechien in die Ukraine wurden die Straßen wie erwartet immer schlechter. Und doch bin ich froh, bislang nicht allzuviel zum Thema geschrieben zu haben. Bislang äusserte sich die Verschlechterungen in groben Unebenheiten und der Notwendigkeit, stark auf Schlaglöcher zu achten, die schon mal 30-40cm tief, scharfkantig und schlecht zu sehen sein können. Pesen wie im Schwarzwald ist nicht mehr drin, selbst wenn ich wollte.

In der Ukraine wird klar, dass sich mein Plan, nur die drittklassigen „gelben“ Strassen zu verwenden, auf Dauer nicht verwirklichen lassen wird, wenn ich einigermassen vorwärts kommen will. Das Fahren wird zu einem Slalom duch Schlaglöcher, mal mehr, mal weniger extrem. Die extremsten Pisten in den ukrainischen Karpaten erlauben über weite Strecken maximal 40 km/h, in den Ebenen auf den (schlaglochbewehrten) Schotterpisten fahre ich derzeit maximal 60 (auf besseren maximal 80 bis 90 unabhängig davon, was möglich wäre).

Das färbt ab auf das Strassenbild: LKWs in Sovietbauart bollern im Schneckentempo völlig überladen Steigungen hoch, es wird viel gerast und geschnitten, ich fahre viel konzentrierter. In der Stadt, in der ich mich befinde, sind die Strassen grob gepflastert und sehr schadhaft. Die öffentlichen Nahverkehrsmittel machen einen verwahrlosten Eindruck: Bei der Einfahrt in Chernivtsi schwankt vor mir ein Trolleybus eine Steigung hoch wie ein Schiff auf hoher See. Gerade als ich mir überlege, wie die beiden zu den Leitungen führenden Stangen das aushalten, fällt eine ab und klatscht auf die Strasse. #8211; Auf dem Weg in die Innenstadt passieren wir noch zwei weitere liegengebliebene Trolleybusse.

Mit dem Motorrad fällt man an jeder Ecke auf (ich mit meinen Alukoffern zu meinem Leidwesen noch mehr als Christian) und wird schnell angesprochen. Immer mal wieder schauen sich Einzelpersonen oder Grüppchen die Moppeds an und stellen Fragen.

Im Gegenzug Erlebnisse wie dieses: Wir am frühen Morgen desorientiert in der Stadt im Berufsverkehr, plötzlich neben uns ein rotes Taxi, ein schwitzender, feister Mann schiebt Kopf und Brustkorb aus dem Beifahrerfenster: „DU DEUTSCH!?“ - Nicken. „DU WOLLEN RUMÄNIEN?? ICH ZEIGEN RUMÄNIEN!“ – „Danke, wir wollen erst mal frühstücken„ „ICH ZEIGE FRÜHSTÜCK“! Winkt uns, weist den Taxifahrer an, zu einem guten Lokal zu fahren, steigt aus, drückt uns jeweils die Hand und verschwindet.

Erstaunlich übrigens, wie viele Leute deutsch sprechen in Zentraleuropa. Besser als wir osteuropäische Sprachen auf jeden Fall.

Chernivtsi, Ukraine, 31.05.2005 – Gesellschaft

Bei der Ausfahrt aus Zakopane, Polen, treffe ich Christian, Tierarzt aus dem Bergischen mit dem Mopped auf dem Weg zu seinem neuen Arbeitsplatz – im Oman. Bei mehreren Kaffee stellt sich schnell raus, dass wir die nächsten Tage etwa die gleichen Pläne haben und beschließen, zusammen zu fahren. Als Christian hört, dass die Ukraine derzeit visumsfrei zu bereisen ist, schmeißt er seine Pläne kurzfristig um und begleitet mich in die Ukraine.

Christian reist in der Realität so, wie andere sich Reisen nur vorstellen können: Gerade erst von einem anderen Auslandsaufenthalt zurückgekommen, die Maschine erst vor zwei Wochen gekauft, Öl- und Bremsbeläge getauscht, losgefahren. Statt Motorradkleidung tun es Jeans und Stoffjacke, die Füsse stecken in ausgelatschten Turnschuhen, die Hände in Arbeitshandschuhen. Das hat eindeutige Vorteile: Während ich auffalle wie ein Alien aus einem Holger-Aue-Comic, nimmt er einfach den Helm ab und ist zumindest nicht mehr als Motorradtourist erkennbar. Und bei der Ausrüstung wird mir peinlich bewusst, wie übervorbereitet ich bin. Christian schimpft schon über die Zweithose als völlig überflüssig. Werkzeug, Ersatzteile? Nix da.

Mag sein, dass ich besser vorbereitet bin: Mit Christian reist immer die Romantik.

Kosice, 27.05.2005 – Abstecher nach Polen

Am zweiten Tag in der Slovakei ergibt sich aber nach später Abfahrt Oswiecim als abrundendes Ziel einer kurzen Tagesetappe.

Grund für meine späte Abfahrt war eine halb durchwachte Nacht. Ich hatte Angst um die Resi, nachdem Jugendliche verdächtig nah um sie Party machten. Die Angst war umsonst, die Jugendlichen zerlegten zwar einen hölzernen Picknicktisch, ließen aber meine inkontinente alte Dame brav in Ruhe. (Sie zeigen sich sogar am nächsten Morgen sehr solidarisch als sie erfahren, dass ich abgezockt wurde und 100 slovakische Kronen mehr als üblich für die Holzhütte auf dem Campingplatz gezahlt habe. Meine Aufregung hält sich in Grenzen: Die gezahlten 250 slovakischen Kronen entsprechen gerade etwas über sechs Euro. Ich bleibe damit deutlich unter meinem selbstgesetzten Durchschnittsbudget von 10 Euro pro Nacht und weiß jetzt immerhin, was so eine Hütte in der Slovakei mir wert sein darf.)

Kurz vor Ende der Tagesetappe folge ich einem Schild, das Uebernachtung auf dem Bauernhof nebst Verpflegung aus eigener Produktion verspricht. Ein Volltreffer. Die Eigentümer können zwar nur bruchstückhaft Englisch, sind aber sehr herzlich. Das Zimmer ist vom Feinsten, gerade fertiggestellt und kostet weniger als die Hälfte eines Bettes des Hostels in der nahe gelegenen Stadt. Nur das abends servierte Schweineschnitzel ist gewöhnungsbedürftig: Fleischinseln in Fett und Knorpeln, gebraten in Seen von irgendeinem Fett.

Am nächsten Mittag ist die Eigentümerin nicht anwesend, dafür eine ältere Köchin, womöglich noch herzlicher als Ihre Chefin, die zwar überhaupt kein Englisch spricht, mich aber in die Küche winkt und mich unter ihren Gerichten wählen läßt. Ich entscheide mich, noch gefüllt vom vorigen Abend, für eine Nudelsuppe, die die Köchin durch arabischer Teeservierart aus voller Kelle die Suppe aus großer Höhe zurück in den Topf fließen läßt. Geschmeidig fließen die zu weichen Nudeln über den Rand der Kelle. - Erst an meinem Platz entdecke ich, dass die vermeintlichen Nudeln reines tierisches Fett mit Haut sind, wohl Schweineschwarten. Auf der Haut sind noch die Haaransätze der Borsten zu sehen. Die Konsistenz teste ich gar nicht erst: Ich lasse selten etwas stehen und esse sogar badische Kutteln, aber das ist deutlich zu viel für mich. Ich schlürfe die Brühe und gebe die halbvolle Schüssel mit charmantem Lächeln an die Köchin zurück.

Die ist gar nicht beleidigt, sondern bietet ergänzend "Friettes" an, was ich als Pommes verstehe. Stimmt auch. Nur ist fleischloses Essen für sie offenbar kaum vorstellbar: Die Pommes sind begleitet von einem Schnitzel der gleichen wabbelig-konturlosen Art wie das vom vorigen Abend. Die Höflichkeit zwingt es rein, das Würgen findet glücklicher Weise nur im Kopf statt.

Aber von deftigem Essen und Ferien auf dem Bauernhof habe ich erst einmal genug.

Trencin, Slovakei, 21.05.2005 - Morgengymnastik

Am Morgen vor der Abfahrt passiert das Unglück: Mein Handschuh fällt mir runter. Absteigen ist nicht nötig, den fisch ich im Sitzen. Bumms liegt die Resi. Voll beladen. Sitzbank hangabwärts. Zum Glück hab ich gestern abend noch voll getankt.

Also abgestiegen und den Hechlingen gelernten Griff ans äußerste Ende des Lenkers, in die Hocke und: HNNGH!! - Keine Chance. Seufzend die Rollen abgeschnallt. Zweiter Versuch, gleiches Ergebnis. Ein Blick in die Runde - waren hier eben nicht noch einige kräftige Männer auf dem Campingplatz? Nicht mehr. Dann allein. Tankrucksack ab, Tanktaschen geleert - wieder nix.

Weiter: Den himmelseitigen Alukoffer abzumontieren erweist sich als schlechte Idee, der Schwerpunkt der Fuhre verschiebt sich nochmal Richtung Boden. Wieder anschnallen das Ding. Den unteren Koffer krieg ich nicht ab, da liegt die Resi drauf. Es folgt das große Auspacken der Alukoffer. Zum Glück habe ich die Inhalte nochmal in Innentaschen verpackt. Dann endlich klappt es.

Kosten der Aktion: 30 Minuten, ein paar Schrammen an Alukoffer, Sturzbügel und Ventildeckel, einiges an Schweiß bei 25 Grad in dunklen Klamotten in praller Sonne, 20 Kronen für ein schweißausgleichendes Getränk, glücklicher Weise kaum Nerven. „Das ist alles Teil der Reise“ ist mein Mantra. Noch hilft es.

Bojkovice, Tschechien, 20.05.2005 Papas Geburtstag Glückwunsch!

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Schlacht bei Austerlitz, heißt es. Das heißt, wer von Westen Slavkov u Brna (so der tschechische Name des Städtchens) erreicht, ist bereits fast eine halbe Stunde lang durch das ehemalige Schlachtfeld durch- und wieder hinausgefahren, wie ich feststellen durfte.

Die reine Größe des Schlachtfeldes hat mir am meisten imponiert. Mir war schon klar, dass 20000 Tote ihren Platz zum Sterben brauchten. Aber eine Karte im Massstab 1:60000 ist mehr als eine halbe DIN A 4-Seite gross, das sind mehrere Dutzend Quadratkilometer Fläche. So fährt man dann 12km zum einen Schauplatz, weitere neun zu einem anderen und so fort.

Zu sehen gibt es nicht viel: Landschaft, ein paar alte, restaurierte Gebäude, ein paar Gedenktafeln. Und ein riesen Monument von 1910 mit einem modernen (Anfang Dezember jährt sich die Schlacht zum 200sten Mal, daher die Aktualität) kleinen Museum. Schön dabei, dass das Monument in aufgeheizter Stimmung vor dem ersten Weltkrieg bewußt nicht irgendeinem Sieger oder irgendwelchen Helden, sondern dem Frieden gewidmet wurde.

Abends erreiche ich einen Zeltplatz in den Weissen Karpaten. Weisse Karpaten – klingt schon mächtig weit weg, finde ich.

Cesky Krumlov, Tschechien, 18.05.2005 - Im Kern Europas

Ich kann vielem widerstehen, nur nicht der Versuchung. Und so habe ich mich in der totromantischen Pension in dem mittelalterlichen Turm eingemietet. Zwei Stockwerke, drei Zimmer. Komplett mit dicken Wänden und helmknackenden Türhöhen.

Habe es mir aber auch verdient. Abgesehen vom ersten Nachmittag hatte ich schon die ganze Zeit das Gefühl, mein persönliches Wölkchen sei mit mir unterwegs. Heute hatte es Freunde mitgebracht: Dauerregen und 12 Grad Höchsttemperatur. Im Tal. Meine Heizweste (ja, ich Weichei habe eine mitgenommen) lief auf vollen Touren. Schön dabei: alles hält dicht, natürlich sogar meine goretexlosen Super-Duper-Stiefel.

Ausserdem gibt es noch etwas zu feiern: Meine erste Nacht im fremdsprachigen Ausland nach einer Woche Reise. Es war ausgesprochen nett und entspannend mit den alten Freunden und den Kindern. Gruesse an Claas, Frederik, Hannah, Jan, Jonas und Lena! Und die Mamas und Papas ggf. bitte meckern, ich hab die Namen nach Gehör geschrieben :)

Stuttgart, 12.05.2005 - ONTHEROAD!

Endlich, endlich, endlich. Keine Organisation mehr, kein Kleinkram, keine Fragen ob ich nicht schon lang unterwegs sein wollte. Jetzt bin ich es.

Gestern Nachmittag bin ich losgeschlingert von Freiburg Richtung Stuttgart. Mit Motorrad fahren hatte das Ganze nicht mehr viel zu tun. „Vorsichtig navigierte er den 340-kg-Tanker um die Ecken“... – meine mit mehr als drei Bar Luft versorgten neuen Reifen zeigen nach einigen hundert Kilometern noch zentimeterbreite Angststreifen an den Rändern. Und da werden sie auch bleiben.

Durch das Gefühl im Verzug zu sein und die Tatsache, dass die anderen vier Freiburger gerade in diesen Tagen die russische Grenze überqueren, habe ich das Bedürfnis, in einem Rutsch und ohne grössere Pausen nach Vladivostok zu fahren. Ich werde mich aber bremsen und noch erstmal ein paar Tage in Deutschland verbringen. Es wird eh noch einige Wochen dauern, bis ich den Rhythmus habe.

Zu den anderen älteren Berichten.

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Aktuelles

Resi steht zum Verkauf. Bei Interesse bitte mailen.

- Details der Renovierungsarbeiten nach dem Zusammenbruch im Techn. Logbuch aufgenommen (11.08.2013)

- Die technischen Ereignisse einer ca. 10.000 km langen Tour zum Nordkap im Techn. Logbuch aktualisiert (13.07.2012)

- Techn. Logbuch aktualisiert (26.07.2011)

- Interessante Info zur Kostenerstattung von Augen-OPs ergänzt (10.05.2011)

- Techn. Logbuch aktualisiert (21.10.2009)

- Weitere Aufräumarbeiten - Vervollständigung des Archivs (03.01.2008)

- Galerie Naher Osten ist online (21.11.2007)

- Beginn der Aufräumarbeiten - Die Berichte vom Heimweg ins Archiv gepackt (30.09.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (22.09.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (22.07.2007)

- End of the road (26.06.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (15.06.2007)

- Galerie Oman und Jemen ist online (31.05.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (26.05.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (04.05.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (16.04.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (20.03.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (01.03.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (17.02.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (11.02.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (06.02.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (29.01.2007)

- Galerie Vereinigte Arabische Emirate ist online (29.01.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (20.01.2007)

- Galerie Iran ist online (09.01.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (09.01.2007)

- Sag niemand, ich sei faul: Bildergeschichte zum Flachlandpakistan ist online (03.01.2007)

- Galerie Zum Khunjerabpass online (02.01.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (28.12.2006)

- Mein Teil der Bescherung am Heiligen Abend ist da: Galerien Suedostasien II und Himalaya I online (24.12.2006)

- Ein Gedicht eingestellt. Frohe Weihnachten! (24.12.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (02.12.2006)

- Die Berichte aus den Rupielaendern ins Archiv gepackt (20.11.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (14.11.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (07.11.2006)

- Noch mehrLinks eingefuegt (11.10.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (11.10.2006)

- Ein paar Links hinzugefuegt (02.10.2006)

- Weiter im Text: Techn. Logbuch aktualisiert (21.09.2006)

- Resi muss denken, dass ich momentan Langeweile habe. Sie gibt es mir ordentlich - Techn. Logbuch aktualisiert (17.09.2006)

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- Bin gerade bis auf weiteres gehindert, selbst Fotos online zu stellen, aber Buzz hat einige meiner Bilder unserer Ladakhtour online (weiter nach unten scollen) gestellt (09.08.2006)

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- Die Suedostasienberichte ins Archiv gepackt (23.04.2006)

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- Film Bachüberquerung hinzugefügt (bg 12.03.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (11.03.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (24.02.2006)

- Karte aktualisiert (bg 17.02.2005)

- Galerien Korea, Südostasien I - Nordthailand, Nordwestlaos und Dschungeltrekking hinzugefügt (08.02.2006)

- Neue kleine Galerie hinzugefügt (bg 08.02.2006)

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- Neue kleine Galerie hinzugefügt (bg 23.12.2005) Extra fuer Birgit - Gute Besserung!

- Karte aktualisiert (bg 23.12.2005)

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- Techn. Logbuch aktualisiert (19.12.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (11.12.2005)

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- Techn. Logbuch aktualisiert (25.11.2005)

- Karte aktualisiert (bg 22.11.2005)

- Neue kleine Galerie hinzugefügt (bg 18.11.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (17.11.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (06.11.2005)

- Die älteren Berichte aus Russland und der Mongolei dahin gepackt, wo sie hingehören (06.11.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (30.10.2005)

- Galerien Russland II, Mongolei und Russland III hinzugefügt (18.10.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (12.10.2005)

- Neue kleine Galerie hinzugefügt und Karte aktualisiert (bg 07.10.2005)

- Links aktualisiert (07.09.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (06.10.2005)

- Karte aktualisiert (29.09.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (23.09.2005)

- Neu: Galerien-Seite hinzugefügt (bg 17.09.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (15.09.2005)

- Neue (LR: Mini-)Galerie hinzugefügt (bg 11.09.2005)

- Links aktualisiert (07.09.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (31.08.2005)

- Karte aktualisiert (15.08.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (04.08.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (02.08.2005)

- Bogdan hat die Unterseite ueber die gefahrene Strecke aktualisiert (21.07.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (19.07.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (15.07.2005)

- Links etwas erweitert(12.07.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (30.06.2005)

- Dauert noch ne Weile, bis meine Fotos online kommen. Aber Joy aus Astrachan hat ein paar Bilder meines Besuchs dort online gestellt (28.06.2005)

- neue Kommentare zu alten Problemen im, na? Wo wohl? (25.06.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (17.06.2005)

- Gefahrene Strecke aktualisiert (09.06.2005)

- Neue kleinere techn. Probleme (09.06.2005)

- Kein neues Problem im techn. Logbuch! - nur eine gescheiterte Therapie ergänzt. (05.06.2005)

- Aus dem Gästebuch erfahre ich, dass die bis zum 24.05. gefahrene Strecke jetzt online ist :) Update kommt - demnaechst... (05.06.2005)

- Nochmals: techn. Logbuch ergaenzt. (01.06.2005)

- Das techn. Logbuch wird noch zur meistaktualisierten Seite. Nix ernstes bisher, glücklicherweise. (27.05.2005)

- Insbesondere das technische Logbuch und die Seite über die Überholungsarbeiten aktualisiert(18.05.2005)

- Texte der Vorbereitungszeit in das Archiv verbannt (12.05.2005)

ONTHEROAD! (11.05.2005)

- Bild der Resi im Weltreisedress aktualisiert (10.05.2005)

- Kurz vor der Abfahrt nochmal alle Unterseiten aktualisiert, insbesondere Dank verteilt (24.04.2005)

- Karte für grafische Darstellung der Route online gestellt (21.04.2005)

- Fotos der grösseren Änderungsarbeiten am Mopped (englisch - März 2005)

- Aufgrund Nachfrage extra grosse Versionen der Bilder von den Heckarbeiten und als Extra auch vom Endurotraining eingestellt. (27.02.2005)

- Fotogalerie des Eigenbau-Schnellverschlusses (engl.) online gestellt. (11.02.2005)

- Mich doch noch ein wenig im Englischen versucht (11.02.2005)

- Liste der Änderungen am Mopped aktualisiert, Liste der Überholungsarbeiten erstellt. (09.02.2005)

- Versuch, etwas zum Gepäck zu schreiben ohne zu ausführlich zu werden (27.01.2005)

- Liste der Änderungen am Mopped eingearbeitet (26.01.2005)

- Resi bei der Anprobe des Weltreiseoutfits erwischt (18.01.2005)

- Ein Gedicht verlinkt (17.01.2005)

- Noch mehr Senf abgegeben, diesmal zum Thema Abenteurer (16.01.2005)

- Nach der Trennung von Galerien und Textseiten die Bildergalerie Portugal verschoben und neuen Portugaltext produziert (16.01.2005)

- Irgendwie fehlt mir die rechte Motivation, auf Änderungen der Startseite und Detailänderungen hinzuweisen. Deshalb an dieser Stelle ein Pauschalhinweis :) (16.01.2005)

- Einige Bilder auf der Webseite verändert, Galerien sind ab jetzt rechts unterm Polaroid zu finden. (12.01.2005)

- Es lohnt sich, ab jetzt regelmässig reinzuschauen (finde jedenfalls ich)

- Erste-Hilfe- und Schrauberkurse kommentiert

- Bebilderte Berichte vom Endurotraining, vom Tesch-Treffen und ein Foto von Resi

- Biotuningmaßnahmen qualvoll detailliert beschrieben (irgendwann um Weihnachten 2004)

zuletzt geändert am: 11.08.13