Korea

Kreuz und quer mit dem Mopped durch Suedkorea, zwei Meter zu Fuss in Nordkorea und insgesamt NIE eine Gelegenheit zu koreanischem Essen ausgelassen.

Seoul, Südkorea, 14.11.2005 – Transporte

Die letzten Tage in Seoul erlebe ich als halbes Chaos. Die Faeden meiner aktuellen logistischen Probleme laufen in Korea zusammen und dort verwirren sie sich und mich :

Da es die Resi von der bisherigen Tour etwas mitgenommen ist, brauche ich Ersatzteile. Meine Erwartung, die in Korea zu bekommen wird enttaeuscht. Also muss ich sie von Deutschland senden lassen. Nachdem mein Wunschzettel an Roger von diesem bereits in ein Paket umgesetzt und abgesendet wurde, stellt sich heraus, dass mein Federbein in Korea nicht reparabel ist (wenn ueberhaupt). Korea ist ein teures Land zum Warten, also kaufe ich zur Zeit- und damit Geldersparnis ein neues Federbein. Das muss in einem ein zweiten Paket aus Deutschland gesendet werden. Zudem brauche ich fuer einige der Laender, die ich als naechstes bereisen moechte, ein besonderes Zolldokument, ein Carnet de Passage: Sendung Nummer drei. Schliesslich muss ich die Befoerderung der Resi und endlich meine eigene hinterher nach Bangkok organisieren.

Nachdem ich meine Leute zu Hause damit fuer einige Zeit ausreichend beschaeftigt habe (wette, die haetten Langeweile ohne mich), duese ich froehlich mit Anton und auf verschlissenen Federn und Reifen durch Korea. Zwschendurch organisiert Anton fuer mich noch noch eine weitere Sendung, als ich Bedenken habe, ob ich auf meinem alten Hinterreifen noch nach Seoul zum Reifenwechseln komme. Das funktioniert allerdings reibungslos und ueberraschend billig:13000 won, etwa 10 Euro zahle ich fuer den Service.

Nach meiner Rueckkehr nach Gwangju (natuerlich hielt der Reifen), faengt es an, unterhaltsam zu werden. Meine Schwester meldet Bedenken des ADAC, ob das Carnet per Generalvollmacht beantragt werden kann. Der Freiburger ADAC sagte vor der Abfahrt unbedenklich ja, die Bremer sind da offensichtlich nicht so locker. Parallel dazu finden mit Roger ausgiebige interkontinentale Telefonkonferenzen auf Antons Kosten zum Thema "Federbein" und "Wohin gehen die Teile" statt. Vom Federbein hoere ich nach Bestellung nix mehr.

Ich entscheide mich, nach Seoul zu fahren, weil ch ahne, dass die Versendung der Resi etwas laenger dauern und arbeitsaufwaendiger wird. Meine Hoffnung, dass das Carnet rechtzeitig ankommt, erfuellt sich nicht. Waehrend ich mich auf dem Weg nach Seoul, (aeusserster Nordwesten Koreas) mache, ist das Paket mit Ersatzteilen versehentlich auf dem Weg nach Pusan (ausserster Suedosten Koreas). Nur zufaellig faellt mir das auf, gluecklicher Weise laesst sich das Paket auf meinen Notruf in Seoul am Flughafen stoppen.

In Seoul bekomme ich Nachricht, dass das Federbein in Seoul sei, es liege beim Zoll. Hervorragend. Will ich einen Custom Agent mit der Lauferei und dem Papierkram beauftragen? Nein, die 100.000 Won spare ich mir, ich fahre selbst zum Zoll. - Allerdings muss ich gar nicht zum Zoll. Mein Ziel ist ein bestimmtes Postamt. Dort angekommen, ist mein Federbein schon wieder unterwegs. Wo? Bei Motorrad Korea, dem BMW-Haendler, den ich als Adressaten genannt hatte. Der bestreitet das. Zu Recht. Es liegt beim Custom Agent, der den Anruf mit der Frage nach dem Preis seiner Dienstleitung als Auftrag verstanden hatte (und es hatte mit Mr. Kim, dem BMW-Handler ein Koreaner fuer mich angerufen!). Ich plustere mich auf dem Weg zu dem Agenten schon auf, voellig unnoetig. Mir wird nichts berechnet. Prima, voller Service zum Nulltarif, so kann das weitergehen.

Anton macht am Abend des Tages meiner Ankunft in Seoul den Postboten, das Carnet hatte ihn zwei Stunden nach meiner Abfahrt aus Gwangju erreicht.

Bezueglich Resi ist erst einmal nicht die Organisation, sondern die Kommunikation ein Problem. Ich kontaktiere drei verschiedene Speditionen und verstehe jeweils kaum ein Wort des Englischs der Sachbearbeiter. Mit Versuchen, uns gegenseitig unsere Emailadressen zu diktieren, treiben wir uns jeweils zu leichten Verzweifelungsanfaellen. Nach mehreren Tagen hartnaeckigen Telefonierens kommen schliesslich von allen dreien Angebote. Die Preisunterschiede sind enorm, die Entscheidung entsprechend klar, zumal ein Exilfreiburger mein Ansprechpartner wird.

Es folgt eine Phase des Nachhakens: Was bedeuten die Abkuerzungen, wann fallen welche Gebuehren an (warum koennen Speditionen keine Pauschalangebote machen?), ist mein Motorrad ein Gefahrgut (ja), wie muss es verpackt werden (in einer Kiste), wer verpackt (ich), wie kommt die Kiste zum Flughafen (per LKW, wer haette das gedacht) und wer transportiert sie (irgendeine koreanische Ich-AG).

Trotz Erfahrung dumm hatte ich mich auch bezueglich des Pakets nach dem Preis eines Custom Agents erkundigt, was auch der zweite Agent als Auftrag verstand. Und dieser ist weniger kulant. Um die Verluste zu reduzieren, verhindere ich wenigstens den teuren Transport zu meinem Hostel. Spart 24.000 Won, fast eine Uebernachtung in meinem Hostel. Deshalb hole ich zwischen Telefonaten noch fix mein Paket mit Ersatzteilen vom Flughafen. Das geht fix, 70 Minuten mit dem Bus hin und wieder zurueck. Zwischendurch noch Zeit, den futuristischen Bau anzugucken und nach Last-Minute-Tarifen fuer meinen Transport nach Bangkok zu fragen (Verstaendnislose Gesichter - Danke, reicht schon.).

Mitten in meinen Verhandlungen mit den verschiedenen Speditionen stelle ich fest, dass es auch anders gehen kann. "Ich frag unsere Hausspedition mal" sagt der neue Bekannte, Geschaeftsfuehrer fuer eine deutsche Firma. Zwei Stunden spaeter kommt die Email mit einer konkreten Summe. Nicht aufgeschluesselt in verschiedene Gebuehren und Posten. Bin beeindruckt. Aber als zweitbilligste muss diese Spedition hinter meinem Freiburger zurueckbleiben.

Die Verpackung fuer mein Motorrad wird mir dankenswerterweise von Motorrad Seoul gestellt, was mir eine dreistellige Summe und Motorrad Korea Entsorgungskosten spart: Resi hat die Ehre, in der Pappschachtel einer R 1200 GS zu fliegen. Verpacken will ich selbst, aber Motorrad ist zu fix. Viel zu fix. Die fuer den Lufttransport von Motorraedern vorgeschriebenen besonderen Vorkehrungen muessen von einem besonders schlanken und gelenkigen Nachwuchsmechaniker nachtraeglich in der Kiste gemacht werden.

Mit der Spedition ist vereinbart, dass das verpackte Motorrad noch am Tag der Verpackung abgeholt wird, weil die Pappschachtel ansonsten ueber Nacht bei Wind und Wetter auf der Strasse stehen muesst. Dabei stellt sich schnell heraus, dass das englische Wort "pick-up" von mir und der Spedition verschieden interpretiert wurde. Die will naemlich keineswegs aufheben, sondern nur transportieren. Die Verladung auf den Truck ist mein Problem. Und der Truck wartet schon, als ich das erfahre. Wie jetzt 367 kg den Meter hochheben? Ganz einfach - Call-a-Gabelstapler. Funktioniert in Seoul wie Taxi rufen oder Pizza bestellen. Und das kann Papas Liebling: Anrufen, nach zehn Minuten tuckert ein riesiger Gabelstabler quer ueber die sechspurige Strasse und erledigt den Job.

Trotz raetselhafter Fehlermeldungen auf der Trackingseite von Air Korea hoffe ich jetzt stark, dass Resi mittlerweile in Bangkok schwitzt. Meinen vorletzten Transportjob in Korea habe ich mit Versendung meines alten Federbeins nach Deutschland erledigt, der letzte folgt in einer Stunde: Wiederlesen in Bangkok.

Seoul, Südkorea, 06.11.2005 – Appetizer fuer Moppedfahrer

Man nehme eine Flaeche halb so gross wie Deutschland, streue eine Mischung aus Schwarzwald und Vogesen uber das Land und platziere es direkt an der Mittelmeerkueste: Korea. Die Berge sind eigentlich nur maessig hoch, aber weil die Taeler sehr viel naeher an Normal Null reichen als das durchschnittliche Schwarzwald- oder Vogesental, ist der Effekt recht spektakulaer. Und gleichzeitig sanft: Die Berge sind groesstenteils von buschartigen Waeldern ueberzogen. Felsen sieht man selten.

Urkoreanisch ist von den Baeumen allerdings wenig. Die Pflanzen wurden groesseren Teils aus Canada importiert, hab ich mir sagen lassen (Daher wohl auch der Anflug von Indian Summer jetzt im Herbst). Der Koreakrieg hat nicht viel von den urspruenglichen Waeldern uebrig gelassen.

Das gilt leider auch fuer alte Architektur, soweit die vor dem Koreakrieg ueberhaupt noch im Original vorhanden war. Von der Lage der Insel her betrachtet eigentlich erstaunlich, aber die Koreaner haben ziemlich haeufig einen auf den Deckel bekommen in der Geschichte. Allein die Japaner eroberten das Land mehrmals und brannten viel nieder. Und dann gab es da noch Mongolen und Chinesen... - Wer von alten vertraeumten asiatischen Bergdoerfern traeumt, muss daher woanders hinfahren. Das Bild beherrschen relativ neue Bauten, nicht unbedingt Augenschmeichler, allerdings auch nicht so haesslich wie die Betonplattenbauten in Deutschland. Viele Tempel und aeltere Gebaeude wurden ausserdem wieder aufgebaut. Verfehlen kann man sie nicht: Auf jede aeltere Sehenswuerdigkeit weist ein riesiges braunes Schild hin.

Durch die Berge fuehren ausgesprochen viele erstklassig ausgebaute Strassen, auf denen man sich durch Korea wiegen kann. In einem Land voller Berge ist die gerade Strecke fast eine Seltenheit. Wie anderswo besteht allerdings die Tendenz, Nationalstrassen so kurvenlos wie moeglich zu bauen. Viele Strassen werden deswegen derzeit neu gebaut. Das hat den Vorteil, dass man auf erstklassig ausgebauten, relativ verkehrslosen sehr kurvenreichen Nebenstrassen fahren kann, aber auch den Nachteil, dass man diese Strassen erstmal finden muss. Ein koreanischer Motorradfahreratlas muss erst noch produziert werden (und es war meine Idee!).

Und dann war da noch das Essen: Weltklasse. Scharf wie ich es mag, aber nicht so scharf, das man das Essen nicht mehr schmeckt. Viel Fisch und Meeresfruechte. Und zu jedem Gericht kommen eine grosse Anzahl Beilagen, meistens Gimchi in verschiedenen Variationen. Ausgesprochen lecker.

Seoul, Südkorea, 06.11.2005 – Ratten unter sich

Bis vor wenigen Jahren war es offensichtlich noch illegal, mit dem eigenen Motorrad in Korea einzureisen. Meine Informationen waren etwas aelter, aber gluecklicher Weise trippelte mir mit Anton im Boxerforum ein motorradfahrender Auslandskoreaner ueber den Weg, den ich postwendend per Email ausquetschte. Der griff seinerseits die Gelegenheit am Schopf: "Wenn Du es bis Korea schaffst, kommst Du zu mir. Ich zeig Dir Korea und habe ausserdem Kontakte, die uns beiden nutzen koennen."- Wir sind uebrigens beide Ratten.

Anton ist ein Prachtexemplar, das sich die Zweitnamen "Hansdampfinallengassen" und "Tausendsassa" redlich verdient hat: Koreanist, Fotograf, Journalist (guckt mal in den Osteuropaartikel der aktuellen Motorrad), Universitaetsdozent, Unternehmensberater, Importeur und noch diverses mehr. Sprich, er weiss Gelegenheiten zu nutzen.

Unter anderem bin ich so eine. Zunaechst einmal eine zum Quatschen und Touren, was wir beide ausgiebig machen - entgegen meiner Erwartungen verringert sich meine durchschnittliche woechentliche Kilometerleistung nicht wesentlich, trotzdem Korea nur halb so gross ist wie Deutschland. Nebenbei ein Modell, das er fuer seine Koreafotos gut gebrauchen kann, Anlass fuer einen seiner Artikel und Mittel zur Pflege seiner Kontakte. Ausserdem kann er seine Lieblingsrestaurants wieder einmal aus einem neuen Anlass abgrasen - man muss mir ja zeigen, was Korea so an Leckereien zu bieten hat.

Damit oeffnet er mir seinerseits die Tuer zu Korea einen weiten Spalt. Ich lerne ferner seine Freunde Matthew, Nate und Tim kennen - woraus sich weitere Anlaesse zum ausgiebigen Touren und Essen ergeben - und profitiere von seinen Sprach-, Orts- und kulinarischen und kulturellen Kenntnissen und nicht zuletzt von der grosszuegigen Gastfreundschaft von ihm und seiner Frau Yujin.

Und auf mich regnet ausserdem ein warmer Regen von ihm und von Seiten seiner Kontakte. Zum einen wird natuerlich mein Ego durch die ganze Aufmerksamkeit massiert - nicht zuletzt durch ein Interview in der groessten koreanischen Motorradzeitschrift. Auf der anderen Seite materialisiert sich der Regen auch ganz handfest: BMW Korea und gleich zwei BMW Motorradwerkstaetten begluecken mich mit kostenlosen beziehungsweise stark kostenreduzierten Arbeiten an meiner Resi.

Dabei kommt es manchmal zu unerwarteten Wendungen. Die koreanische Garminvertretung ueberschuettet mich geradezu mit Geschenken: Ein neues Visier fuer meinen Helm plus Antifogmittelchen, die Koreasoftware von Garmin waere auch dabei gewesen, wenn ich denn ein Garmingeraet nutzen wuerde und Ersatzteile fuer die Resi bot mir der Eigentuermer auch an. Erst beim Dinner erfahren Anton und ich die Motivation hierfuer: Neve Lee war selbst drei Jahre mit dem Motorrad unterwegs, von 1986 bis 1989. - Unter anderem reiste er uebrigens auch zum Nordkapp und erreichte es - am 24. Januar (!) 1987 (die spinnen, die Koreaner!). Fuer ihn sind die Zuwendungen an mich Gelegenheit, es den vielen Menschen gleichtun, die ihn auf seiner Reise selbstlos unterstuetzten.

Gwangju, Südkorea, 16.10.2005 – Vielleicht etwas schüchtern

In Russland war ich oft umzingelt von neugierigen Menschen, die mich ausquetschten und die Maschine genau betrachteten, aber nichts anfaßten. Die Mongolen waren nicht weniger neugierig, umzingelten mich, in deutlich kleineren Gruppen – das Land ist gross, die Menschen wenig –, taten ihren sinnlichen Neigungen aber keinerlei Beschränkungen an: Was interessant ist, wird angefaßt, gerüttelt und wenn möglich ausprobiert.

Mein erster Tankstopp in Korea wird zu einem Formel Eins-würdigen Ereignis: Ich sitze noch auf der Maschine, da kommt von rechts eine Hand mit Kaffee (warmen Dosenmilchkaffee, genauer gesagt), von links eine Hand mit einer Flasche Wasser und, bevor ich irgendetwas wegstecken kann, das Angebot einer Knabberei sowie Kommunikationsversuche hinterher. Die Koreaner sind also ähnlich aufgeschlossen wie die Russen.

Falsch gedacht. Das ist die Ausnahme. Bei meinen Stopps passiert im Regelfall: Nichts. – Ich werde in Ruhe gelassen, sieht man von neugierigen Blicken ab. Bin ich aber mit Anton, meinem Gastgeber in Kwangju oder anderen koreanisch sprechenden Ausländern unterwegs, werden die ausgequetscht und ich aus sicherem Abstand ausgiebig fotografiert. Freundliches in die Kamera winken wird mit scheuem Lächeln quittiert: Die meisten Koreaner sind offenbar schüchtern.

Am mutigsten sind die Schüler, die Auswirkungen allerdings manchmal verwirrend: Ich drehe mich um und stehe dreißig Zentimeter vor einem schweigenden, aber breitest lächelnden Teeniegrüppchen, bis nach für meine Zurücklächelmuskeln quälend langen Sekunden der oder die Mutigste des Grüppchens ein „Hello“ oder „How are you“ herausbringt. Worauf die anderen unweigerlich in Giggeln ausbrechen.

Mein Favorit bisher ist das Miterleben einer spontanen Erkenntnis: „Hey! - You are a foreigner!!“

Seoul, Südkorea, 13.10.2005 – Soktscho bei Nacht

Die Landschaft wurde schon auf dem Weg zum Fährhafen in Rußland deutlich asiatischer. Auf dem Schiff wurde die Annäherung an Asien schon deutlicher. Als wir nach Einbruch der Dunkelheit das Hafengelände verlassen, ist Rußland schon ganz weit weg: Überall koreanische Schiftzeichen (die Yuki nicht lesen kann, was mich zunächst erstaunt: Japan und Korea sind beide weit weg von Deutschland, Nachbarn und benutzen beide unverständliche Zeichen. Da müssen die sich doch gegenseitig verstehen?).

Resi ist allerdings noch auf dem technischem Stand von Rußland und die Kombination von beidem bringt mich kurz zum Schwitzen: Auf der Suche nach einer Unterkunft klopfen wir an das Gebäude, das am hotelartigsten aussieht. Blöderweise haben wir uns die örtliche Polizeistation ausgesucht. Ich greife blitzartig zur Lichthupe, schaue unschuldig und beginne innerlich zu pfeifen. Unnötiger Aufwand: Ein netter Freund und Helfer besteigt lediglich seine Dienstvespa und zeigt uns ein Hotel. Ich kriege nicht mal einen erhobenen Zeigefinger zu sehen.

Bevor Yuki und ich uns am nächsten Morgen trennen, da ich im Süden Südkoreas verabredet bin und sie die lange Tagesreise nicht mitmachen möchte, sorgt sie noch kurz für eine beeindruckende Szene: Wir haben uns für das Abendessen ein Fischrestaurant am Hafen ausgesucht und als die Kellnerin neben den anderen Köstlichkeiten ganz selbstverständlich Wasabi und Sojasauce bringt, füllen sich Yukis Augen mit Tränen der Rührung.

Seoul, Südkorea, 12.10.2005 – Zwischenmeldung

Vladivostok ist genau so ein Sammelbecken fuer Motorradtouristen wie Ulan Bataar. Nicht zuletzt durch die russischen Moppedfahrer kommen die Kontakte zwischen uns schnell zustande, und so erlebe ich die Tage in Vladivostok ungewohnt angefüllt mit Kontakten zu Ausländern. Eigentlich ist es daher kaum Zufall, dass ich ausgesprochen interessante Begleitung nach Korea finde: Yuki ist seit dreieinviertel Jahren und 135000 km auf Achse, hat so gar keine Lust, nach Hause Richtung Tokyo zu fahren und macht deswegen noch einen Abstecher nach Südkorea.

Abgesehen von einem leichten Titanicgefuehl auf der Fähre – Rettungsboote für die 3. Klasse gibt es nicht, die entsprechenden Halterungen sind leer – verläuft die Reise nach Südkorea unspannend und schon sehr koreanisch. Geschlafen wird auf dem Boden, korean style un dzum Fruehstueck gibt es schon gegen 7:30 Muschelsuppe und scharfes koreanisches Gemuese.

Der Abschied von der russischen Buerokratie verlief im Staedtchen Zarubino auch sehr versoehnlich. Waehrend Angelique fuer ihre Ausreise Richtung Japan in Vladivostok noch zwei Tage von Buero zu Buero rannte (bzw. rennen liess), noch last minute auf irgendwelche Stempel wartete und sich eine ganze Dienstleistungsbranche um die Erledigung von Zollformalitaeten entwickelt hat, wollten weder der russische, noch nachher der koreanische Zoll unsere Motorräder auch nur angucken. Fast sind wir beleidigt.

Die Tage seit meiner Einreise rauschen an mir vorbei und ich suche immer noch nach einem Weg, meine Eindrücke von Korea in Worte zu fassen.

Zu den älteren Berichten.

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Aktuelles

Resi steht zum Verkauf. Bei Interesse bitte mailen.

- Details der Renovierungsarbeiten nach dem Zusammenbruch im Techn. Logbuch aufgenommen (11.08.2013)

- Die technischen Ereignisse einer ca. 10.000 km langen Tour zum Nordkap im Techn. Logbuch aktualisiert (13.07.2012)

- Techn. Logbuch aktualisiert (26.07.2011)

- Interessante Info zur Kostenerstattung von Augen-OPs ergänzt (10.05.2011)

- Techn. Logbuch aktualisiert (21.10.2009)

- Weitere Aufräumarbeiten - Vervollständigung des Archivs (03.01.2008)

- Galerie Naher Osten ist online (21.11.2007)

- Beginn der Aufräumarbeiten - Die Berichte vom Heimweg ins Archiv gepackt (30.09.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (22.09.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (22.07.2007)

- End of the road (26.06.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (15.06.2007)

- Galerie Oman und Jemen ist online (31.05.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (26.05.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (04.05.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (16.04.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (20.03.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (01.03.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (17.02.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (11.02.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (06.02.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (29.01.2007)

- Galerie Vereinigte Arabische Emirate ist online (29.01.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (20.01.2007)

- Galerie Iran ist online (09.01.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (09.01.2007)

- Sag niemand, ich sei faul: Bildergeschichte zum Flachlandpakistan ist online (03.01.2007)

- Galerie Zum Khunjerabpass online (02.01.2007)

- Techn. Logbuch aktualisiert (28.12.2006)

- Mein Teil der Bescherung am Heiligen Abend ist da: Galerien Suedostasien II und Himalaya I online (24.12.2006)

- Ein Gedicht eingestellt. Frohe Weihnachten! (24.12.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (02.12.2006)

- Die Berichte aus den Rupielaendern ins Archiv gepackt (20.11.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (14.11.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (07.11.2006)

- Noch mehrLinks eingefuegt (11.10.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (11.10.2006)

- Ein paar Links hinzugefuegt (02.10.2006)

- Weiter im Text: Techn. Logbuch aktualisiert (21.09.2006)

- Resi muss denken, dass ich momentan Langeweile habe. Sie gibt es mir ordentlich - Techn. Logbuch aktualisiert (17.09.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (10.09.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (08.09.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (02.09.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (21.08.2006)

- Bin gerade bis auf weiteres gehindert, selbst Fotos online zu stellen, aber Buzz hat einige meiner Bilder unserer Ladakhtour online (weiter nach unten scollen) gestellt (09.08.2006)

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- Techn. Logbuch aktualisiert (04.06.2006)

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- Die Suedostasienberichte ins Archiv gepackt (23.04.2006)

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- Galerie Anton Special: Lars in Korea hinzugefügt (24.03.2006)

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- Film Bachüberquerung hinzugefügt (bg 12.03.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (11.03.2006)

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- Karte aktualisiert (bg 17.02.2005)

- Galerien Korea, Südostasien I - Nordthailand, Nordwestlaos und Dschungeltrekking hinzugefügt (08.02.2006)

- Neue kleine Galerie hinzugefügt (bg 08.02.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (04.02.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (26.01.2006)

- Techn. Logbuch aktualisiert (30.12.2005)

- Neue kleine Galerie hinzugefügt (bg 23.12.2005) Extra fuer Birgit - Gute Besserung!

- Karte aktualisiert (bg 23.12.2005)

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- Techn. Logbuch aktualisiert (19.12.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (11.12.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (30.11.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (25.11.2005)

- Karte aktualisiert (bg 22.11.2005)

- Neue kleine Galerie hinzugefügt (bg 18.11.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (17.11.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (06.11.2005)

- Die älteren Berichte aus Russland und der Mongolei dahin gepackt, wo sie hingehören (06.11.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (30.10.2005)

- Galerien Russland II, Mongolei und Russland III hinzugefügt (18.10.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (12.10.2005)

- Neue kleine Galerie hinzugefügt und Karte aktualisiert (bg 07.10.2005)

- Links aktualisiert (07.09.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (06.10.2005)

- Karte aktualisiert (29.09.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (23.09.2005)

- Neu: Galerien-Seite hinzugefügt (bg 17.09.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (15.09.2005)

- Neue (LR: Mini-)Galerie hinzugefügt (bg 11.09.2005)

- Links aktualisiert (07.09.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (31.08.2005)

- Karte aktualisiert (15.08.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (04.08.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (02.08.2005)

- Bogdan hat die Unterseite ueber die gefahrene Strecke aktualisiert (21.07.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (19.07.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (15.07.2005)

- Links etwas erweitert(12.07.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (30.06.2005)

- Dauert noch ne Weile, bis meine Fotos online kommen. Aber Joy aus Astrachan hat ein paar Bilder meines Besuchs dort online gestellt (28.06.2005)

- neue Kommentare zu alten Problemen im, na? Wo wohl? (25.06.2005)

- Techn. Logbuch aktualisiert (17.06.2005)

- Gefahrene Strecke aktualisiert (09.06.2005)

- Neue kleinere techn. Probleme (09.06.2005)

- Kein neues Problem im techn. Logbuch! - nur eine gescheiterte Therapie ergänzt. (05.06.2005)

- Aus dem Gästebuch erfahre ich, dass die bis zum 24.05. gefahrene Strecke jetzt online ist :) Update kommt - demnaechst... (05.06.2005)

- Nochmals: techn. Logbuch ergaenzt. (01.06.2005)

- Das techn. Logbuch wird noch zur meistaktualisierten Seite. Nix ernstes bisher, glücklicherweise. (27.05.2005)

- Insbesondere das technische Logbuch und die Seite über die Überholungsarbeiten aktualisiert(18.05.2005)

- Texte der Vorbereitungszeit in das Archiv verbannt (12.05.2005)

ONTHEROAD! (11.05.2005)

- Bild der Resi im Weltreisedress aktualisiert (10.05.2005)

- Kurz vor der Abfahrt nochmal alle Unterseiten aktualisiert, insbesondere Dank verteilt (24.04.2005)

- Karte für grafische Darstellung der Route online gestellt (21.04.2005)

- Fotos der grösseren Änderungsarbeiten am Mopped (englisch - März 2005)

- Aufgrund Nachfrage extra grosse Versionen der Bilder von den Heckarbeiten und als Extra auch vom Endurotraining eingestellt. (27.02.2005)

- Fotogalerie des Eigenbau-Schnellverschlusses (engl.) online gestellt. (11.02.2005)

- Mich doch noch ein wenig im Englischen versucht (11.02.2005)

- Liste der Änderungen am Mopped aktualisiert, Liste der Überholungsarbeiten erstellt. (09.02.2005)

- Versuch, etwas zum Gepäck zu schreiben ohne zu ausführlich zu werden (27.01.2005)

- Liste der Änderungen am Mopped eingearbeitet (26.01.2005)

- Resi bei der Anprobe des Weltreiseoutfits erwischt (18.01.2005)

- Ein Gedicht verlinkt (17.01.2005)

- Noch mehr Senf abgegeben, diesmal zum Thema Abenteurer (16.01.2005)

- Nach der Trennung von Galerien und Textseiten die Bildergalerie Portugal verschoben und neuen Portugaltext produziert (16.01.2005)

- Irgendwie fehlt mir die rechte Motivation, auf Änderungen der Startseite und Detailänderungen hinzuweisen. Deshalb an dieser Stelle ein Pauschalhinweis :) (16.01.2005)

- Einige Bilder auf der Webseite verändert, Galerien sind ab jetzt rechts unterm Polaroid zu finden. (12.01.2005)

- Es lohnt sich, ab jetzt regelmässig reinzuschauen (finde jedenfalls ich)

- Erste-Hilfe- und Schrauberkurse kommentiert

- Bebilderte Berichte vom Endurotraining, vom Tesch-Treffen und ein Foto von Resi

- Biotuningmaßnahmen qualvoll detailliert beschrieben (irgendwann um Weihnachten 2004)

zuletzt geändert am: 11.08.13